Kraniche --> 2017 --> Linum - 16.10.2017

Die Enttäuschung war groß bei unserer Ankunft in Linum. Auf den Feldern, wo wir in den vergangenen Jahren unzählige Kraniche tagsüber beobachtet haben, gähnende Leere. Die Bauern hatten sofort nach der Maisernte die Felder so bearbeitet, dass keiner der ungeliebten Vögel sich dort aufhalten wollte. Bis auf das letzte Maiskorn war alles leer gefegt. Diese Entwicklung hatte sich ja schon lange abgezeichnet und nun zum "Erfolg" geführt.

So versuchten wir es in Linumhorst, wo wir auch mehr Glück hatten. Unbeeindruckt von Rehen trafen wir dort auf eine Gruppe Kraniche:

Weitere Kranichgruppen gesellten sich zu ihnen.

Anschließend fuhren wir wieder nach Linum zu unserem altbewährten Beobachtungsplatz. Wildgänse waren die ersten Überflieger.

Dann die ersten Kraniche. Ca. 35.000 von ihnen übernachten zurzeit hier. Im Vergleich zu den Jahren davor, wo es um die 100.000 waren, verhältnismäßig wenige.

Immer wieder hörten wir in dieser Zeit Schüsse von den Feldern, um wohl die Kraniche von ihren Feldern fernzuhalten und am landen zu hindern. Die Angst der Bauern vor Einnahmeverlusten scheint groß zu sein. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wo Linum storchen- und kranichfrei sein wird.

Ein schöner Sonnenuntergang blieb uns aber.

Zum Abschluss fuhren wir noch einmal nach Linumhorst, wo wir vor und noch mehr hinter der Baumreihe die Kraniche auf ihren Rastplätzen antrafen. Bald werden sie zu ihren Schlafplätzen auffliegen.

Ob wir in diesem Jahr noch einmal nach Linum fahren, ist fraglich. Für die nächsten Jahre werden wir uns wohl auch andere Kranichorte suchen müssen.

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